Schaut an der schönen Gärten Zier

24. Juni 2018  -  Tag der offenen Gartentür
im Sondheimer "Garten Eden der Rhön"

„Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben“, heißt es im bekannten Kirchenlied von Paul Gerhardt. Am Sonntagmorgen, 24. Juni war der Choral im Gottesdienst in der St. Michaelskirche zu hören und lud gleichsam die Gottesdienstbesucher ein, anschließend im Bibelgarten neben der Kirche Besinnung und „Herzensfreude“ zu suchen. Nichts war leichter als dies, grünt und blüht es derzeit doch dort im Übermaß.
Zum dritten Mal war der Bibelgarten am Tag der offenen Gartentür geöffnet. Wenngleich: ...Der Eingang zum Bibelgarten steht immer offen, und Besucher könnten jederzeit die Schönheit und Pracht des Gartens genießen. Zu diesem besonderen Tag aber sei die Anlage besonders liebevoll vorbereitet und gepflegt, so Kirchenvorsteherin Karin Kohl vom Bibelgartenteam.

Ein kleines grünes Paradies

Vor drei Jahren aus einem verwilderten Grasgelände, dem ehemaligen Schulgarten der Gemeinde, durch viele helfende Hände und unter fachkundiger Begleitung von Kreisgartenbaufachberater Georg Hansul entstanden, ist der Bibelgarten zu einem kleinen grünen Paradies geworden und hat weithin auch unter dem klingenden Namen „Garten Eden der Rhön“ einen hohen Bekanntheitsgrad erworben.

Über 100 Führungen wurden schon geordert, und die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen. Die meisten Besichtigungen waren verbunden mit einer Bewirtung im angrenzenden Gemeindehaus mit Kaffee und Kuchen durch das ehrenamtliche Bibelgartenteam. Neben der Erholung für Auge und Seele im Garten selbst hat diese Bewirtung inzwischen einen eigenen guten Ruf erlangt.

Begegnungsstätte mit Gott

Grund für das große Interesse am Garten ist wohl dessen Konzept, viele nachgestellte biblische Szenen wie etwa die Gebotstafeln am Berg Sinai oder das leere Felsengrab nach der Auferstehung. Zudem werden viele Symbolpflanzen der Bibel so kombiniert, dass sie nicht nur schön anzuschauen sind, sondern gleichzeitig auch Raum geben, das Wort Gottes neu in den Blick zu nehmen. Im biblischen Zeugnis waren Gärten immer auch eine Begegnungsstätte mit Gott.

Die Pflanzen im Garten stehen heuer in der dritten Vegetationsperiode, so Georg Hansul, und haben sich zu wahren Prachtexemplaren entwickelt. Die weidenblättrige Birne, der Kirschlorbeer, die Ölweide wie auch die blühenden Sträucher und Stauden haben an Umfang und Wuchshöhe deutlich zugelegt.

Lavendel und Heiligenkraut

Als „Hingucker“ neu hinzugekommen ist heuer vor dem aufgespannten Fischernetz eine große Form aus Edelstahl, die einen Fisch, Erkennungszeichen der Christen seit der Antike, symbolisch darstellt. Innen bepflanzt mit Lavendel – außen umgrenzt von Heiligenkraut.

Nach anfangs noch verhaltenem Besuch kamen am Nachmittag so viele interessierte Besucher in den Bibelgarten, dass Jutta Kriegler Mühe hatte, mit den Führungen nachzukommen. Auch die Kirche selbst stand den ganzen Tag für Führungen offen.

Natürlich will man sich auch im kommenden Jahr wieder am Aktionstag beteiligen, zunächst jedoch freut man sich auf ein weiteres Highlight in diesem Jahr: die Präsenz auf der Landesgartenschau in Würzburg. Dort ist der Bibelgarten am 21. Juli und am 15. August mit einem Infostand und einem Aktionsprogramm vertreten. Unter anderem gibt es „Livecooking“ von Kräuterpfannkuchen mit frischen Kräutern aus dem Bibelgarten zu erleben.


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